Newsletter

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch im Februar hält sich die schwarz-grüne Koalition viel im politischen Klein-Klein auf; große Würfe gibt es nicht. Da werden Anträge zur Verbesserung der Juris-Datenbank auf die Tagesordnung des Plenums gesetzt, genauso wie ein Antrag, der die Digitalisierung der Landespolizei würdigen soll, dabei handelt es sich dabei lediglich um digitale Dienstausweise, die die Beamtinnen und Beamten erhalten sollen. Die wichtigen Themen packt die Koalition leider nicht an und so werden mal wieder die Kita-Eltern nicht entlastet, die Krankenhäuser im Land erhalten nicht die erforderliche Zusage für Investitionsmittel und wirtschaftlicher Gestaltungswille ist auch nicht erkennbar. Die FDP-Landtagsfraktion konnte immerhin aus der Opposition heraus einiges bewegen. So musste u.a. der Digitalisierungsminister einen Gesetzentwurf zurückziehen und die Grünen müssen sich endlich mit dem Thema Rückkehrmanagement auseinandersetzen. 

 
Was sonst noch los war:

Gesetz über kommunalen Finanzausgleich muss zügig nachgebessert werden

Das Landesverfassungsgericht Schleswig hat im Februar geurteilt, dass die tatsächlichen Bedarfe der zentralen Orte neu ermittelt werden müssen. Die muss nun zügig geschehen. Die grundsätzliche Reform des FAG, die die Jamaika-Regierung in der vergangenen Legislaturperiode auf den Weg gebracht hat, hat das Gericht nicht bemängelt. Eine Novellierung war notwendig geworden, da die SPD-geführte Küstenkoalition 2014 ein verfassungswidriges Gesetz auf den Weg gebracht hatte, gegen das u.a. die FDP-Fraktion geklagt hatte.

Auch das Land muss sich an der Krankenhausreform beteiligen

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat vor kurzem einen Vorschlag für eine Krankenhausreform eingebracht. Einiges ist richtig, beispielsweise die erlösunabhängige Finanzierung von Fixkosten. Es muss allerdings auch eine zuverlässige Grundversorgung in der Fläche geben. Dafür muss auch das Land die erforderlichen Investitionsmittel bereitstellen. Die angekündigten 110 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren können hier nur ein Anfang sein, findet der gesundheitspolitische Sprecher Heiner Garg. 

Finanzministerin macht weiter völlig unnötig Schulden

Der Haushaltsabschluss hat gezeigt: Die eine Milliarde Euro für den Ukraine-Notkredit war nicht notwendig, die Steuermehreinnahmen haben alle Erwartungen übertroffen. Der Kredit dient lediglich dazu, um Koalitionswünsche wie ein Förderprogramm für Wärmepumpen zu finanzieren. Eine auskömmliche Finanzierung der Krankenhäuser oder die Absenkung der Kita-Beiträge sind laut Landesregierung nicht möglich, kritisiert die stellvertretende Vorsitzende und finanzpolitische Sprecherin Annabell Krämer. Alarmierend ist vor diesem Hintergrund die Forderung der grünen Finanzministerin Monika Heinold, die Schuldenbremse des Landes an die Bedingungen des Bundes anzupassen. Das würde bedeuten: Sie dürfte noch mehr Schulden machen und das zu Lasten der nachfolgenden Generationen.

 
Veranstaltungen der FDP-Landtagsfraktion

27. März 2023, 19 Uhr: SprechZEIT - Wie gut war das Pandemiemanagement?

Der gesundheitspolitische Sprecher Heiner Garg hat den Virologen Hendrik Streeck zu Gast im Online-Gespräch. Gemeinsam mit ihm will er kritisch Bilanz ziehen über das Corona-Pandemiemanagement. Und besprechen, welche Lehren daraus für die Zukunft gezogen werden müssen. Seien Sie live dabei und stellen Sie Fragen. Übertragen wird das Gespräch auf dem YouTube-Kanal der FDP-Landtagsfraktion.